6
Aug
2013

Ayutthaya

Wir und auch die Website ziehen um.
Für uns gehts heute Abend nach Ko Tao und der Blog ist von nun an unter

www.alexandersupertramp.de

zu erreichen. Viel zu sehen gibt es nach wie vor nicht, ich hab noch mit der Technik zu kämpfen. Bilder folgen aber auf alle Fälle.
P1040643

3
Aug
2013

I want to take you to a Gay Bar

Nach dem Frühstück gestern sind wir gleich zum Lumphini Park aufgebrochen. Den kann man getrost als die grüne Lunge Bangkoks bezeichnen, vergleichbar mit dem Central Park in NY, nur nicht ganz so groß. Der Park liegt ganz in der Nähe unseres Hotels. Er ist gespickt mit künstlichen Seen auf denen man Tretboot fahren kann, chinesischen Pagoden (überhaupt der chinesische Einschlag ist in Bangkok nicht von der Hand zu weisen, es wird teils sogar mit Stäbchen gegessen) und kleinen Schreinen. Es gibt sogar bis zu zwei Meter große Warane die sich über die Überbleibsel der Touris hermachen. Wunderschöner Ort zum Entspannen.

Pagode

Gegen Mittag wollten wir dann ein Restaurant aus dem Reiseführer testen. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Wohnviertel von Bangkoks Einheimischen kehrten wir schließlich im Cabbages & Condoms ein. Der Name ist Programm. Gegründet als eine Stiftung für Geburtenkontrolle und AIDS-Prävention, hat das Restaurant inzwischen internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Sogar in England gibt es bereits einen Ableger. Das Restaurant an sich ist wunderschön, es gibt einen kleinen Tropengarten mit künstlichen Wasserfällen, Palmen und Koiteichen. Der Innenhof wird durchgehend mit Wasser bestäubt, so fühlt man sich tatsächlich wie in den Tropen. Das Essen war vorzüglich, frittierte Garnelen und Meeresfrüchte in Bananenblättern, einfach lecker. Zur Rechnung bekommt jeder ein Kondom, feine Sache, denn in Asien sind AIDS und ungewollte Schwangerschaften nach wie vor ein großes Problem. An das Restaurant angeschlossen ist auch ein kleiner Souvenirladen, alles zum Thema Aufklärung, es gibt ein Drehrad, lebensgroße Kondommenschen und Pappaufsteller. Hört sich jetzt schlimmer an als es tatsächlich ist. Ich hab selten so gut in so exquisitem Ambiente gespeist.

Essen2

Kurz nach dem Essen hatte es schlagartig angefangen zu regnen, nach einer halben Stunde konnten wir aber los. Wir machten uns auf zum Central World, einem riesigen Einkaufscenter mitten in Bangkok. Unterwegs gab es wieder unzählige Stände mit allem möglichen Krimskrams. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft natürlich auch in Bangkok, während vor dem Central World ein einbeiniger Obdachloser über den Boden kriecht, sitzen 50 Meter weiter thailändische Yuppies und schlabbern Häagen Dazs Eis, das noch teurer als bei uns ist. Der arme Mann könnte von dem Geld wahrscheinlich nen Monat lang leben.

Irgendwo im Einkaufszentrum haben wir dann nen Aufzug erwischt, der uns bis ganz nach oben brachte. Die Aussicht war genital! Komplett Bangkok lag zu unseren Füßen.
Es war dann auch schon abends, wir sind dann nochmal zum Hotel um uns frisch zu machen. Der Plan war eigentlich die Brown Sugar Bar, ne Jazzbar relativ in der Nähe. Die gibts aber scheinbar nicht mehr. Jedenfalls haben wir ewig gesucht und uns dann schließlich fürs Paradiso im 2. Stock eines Hotels entschieden. Und das auch nur weil wir hier nicht sofort das Gefühl hatten nicht willkommen zu sein. Machte am Anfang einen relativ netten Eindruck, die Klimaanlage war eine Wohltat. Dass es ne Schwulenbar ist, wurde uns erst klar, als wir das Songbook für die Karaokeanlage durchschauten. War dann aber doch ganz nett, die Bedienung in der Lederstrapse versuchte uns zum Singen zu überreden. Ich lehnte ab, meine Engelsstimme in Kombination mit meinem ohnehin schon exorbitant guten Aussehen hätte sicher zu Komplikationen geführt. Nach ner Stunde ließen wir uns vom Taxi abholen und für nicht mal nen Euro nach Hause kutschen :)

Heut sind wir ins Nakhorn Pink umgezogen. Wesentlich gediegener aber eben auch billiger. Wir sind jetzt relativ nah an der Khao San Road. Ich denke wir werden die nächsten Tage einen Kurzausflug nach Ayutthaya unternehmen, eine Ruinenstadt 70 km nördlich von Bangkok. Bilder folgen

2
Aug
2013

Bangkok

Da sind wir nun, in Bangkok, der Stadt der Hermaphroditen.
Wir haben gerade vorzüglichst gefrühstückt und liegen im Hotelbett und genießen die Klimaanlage. Im Grunde ist es zurzeit gar nicht so heiß in Bangkok, ein Vergleich zu Deutschland hinkt trotzdem. Die Sonne kommt nur in den seltensten Fällen durch, das liegt aber eher am Smog denn am schlechten Wetter. Womöglich sorgt der auch für die thermische Wand gegen die man jedesmal läuft wenn man ein Gebäude mit Klimaanlage verlässt, durchgeschwitzt ist man nach 5 Minuten. Da hilft nur ne eisgekühlte Coke vom Straßenrand für 20 Cent (Sic!) oder ne Fahrt mit dem TukTuk. Die ist aber auch nur zu ertragen, wenn man nicht auf den Verkehr achtet bzw. die Vielfalt an Möglichkeiten umzukommen geflissentlich ignoriert (Ampeln werden grundsätzlich ignoriert; Spuren gibt es an sich keine, jede Lücke wird genutzt). Gestern war ein sehr schöner wenn auch anstrengender Tag. Der Flug verlief eigentlich relativ stressfrei, bis auf dass wir in München ewig am falschen Checkin angestanden sind und es beinahe nicht mehr geschafft hätten. In Doha, Qatar haben wir für 60 Rial (17 €) am Flughafen diniert, es gab alte Pommes, nen Salat und Root Beer (schmeckt eins zu eins wie Odol). Das Hotel in Bangkok ist wunderschön, gehört eigentlich schon zur Oberklasse. Das Zimmer ist schön geräumig, wir haben ne Badewanne und sogar Fernsehen. Das Haus besitzt ein Schwimmbad, ne Sauna und ist relativ zentral gelegen. Viel angeschaut vom Hotel haben wir uns gestern nicht mehr, wir haben nur unser Zeug schnell abgelegt und sind gleich losgezogen.
Ein paar Straßen weiter gibt es einen kleinen Essensmarkt. Ungefähr 50 Stände drängen sich dicht an dicht unter einer kleinen Halle. Man kann sich einfach was zusammenstellen und auch gleich vor Ort verspeisen. Das schöne war, dass wir eigentlich die einzigen Touris waren. Ansonsten war der Durchgangsverkehr echt nur Thais, die gerade aus dem Büro oder aus der Schule kamen. Entsprechend waren auch die Preise, Für 1,50 hatten wir zwei Teller feinste Asiakost und 4 Getränke. Danach wollten wir gleich mit dem TukTuk zur Khao San Road weiter. Das ist die Tourimeile in Bangkok. Dort in der Nähe ist auch das Hotel, in das wir die nächsten Tage ziehen werden. Da gibts wirklich alles, man kann sich sogar nen deutschen Führerschein fälschen lassen, direkt mit Preisaushang auf der Straße. Wie gesagt, mit dem TukTuk in die Khao San Road war der Plan. Dem TukTuk Fahrer war das aber zu weit. Deren Masche ist es, die Touris unterwegs in irgendwelchen Läden abzuladen und dafür Provision zu kassieren. Wirklich jeder versucht es. Wir hatten ihn dann soweit, dass er uns zum Phraya River fährt, flussaufwärts liegt nämlich die Khao San Road. Er hatte uns natürlich gleich zu einem kleinen Fährdienst gelotst und uns auch gleich zur Kasse geleitet. die Preise waren horrende, deswegen sind wir einfach ein Stück flussaufwärts gelaufen und haben auch gleich n Schiffstaxi gefunden, dass uns für 15 Baht (40 Cent) flussaufwärts mitnimmt. Gezahlt haben wir im Endeffekt nichts, weil kein Schaffner da war. Danach sind wir ein bisschen durch Banglamphoo geschlendert, an jeder Ecke gibt es kleine Ständchen mit teils echt schönen Dingen. Olga hat sich gleich ne handgenähte Handtasche für umgerechnet 3 € gekauft. Gerade in der Nähe der Tempel gibt es viel authentische asiatische Handwerkskunst aber eben auch einfach nur richtig schlimmen Chinaschrott.

Ich-Ogla

Wir wollten eigentlich die Tempel besuchen aber weil Olga mal wieder einfach zu wenig Sachen anhatte, blieb uns das für diesen Tag verwehrt. Irgendwann hatten wirs dann in die Khao San Road geschafft. Diese ist etwa 400 m lang und mit unzähligen Ständen und Läden gesäumt. Hier wird echt alles verkauft was sich irgendwie verkaufen lässt. Schmuck, Kifferuntensilien, gefälschte Dokumente, Vorkriegsmopeds... Wir haben uns 15 Minuten Fish Spa geleistet. Ungefähr hundert kleine Fische knabbern von deinen Füßen abgestorbene Hautzelle ab. Muss man erst mal auhalten aber deine Füße fühlen sich danach tatsächlich wie frisch gepeelt an. Nach 40 Stunden ohne Schlaf waren wir dann auch irgendwann mal müde und haben uns wieder im TukTuk durch den Feierabendverkehr gezittert.


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